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Schon vor dem Ersten Weltkrieg war der Neue Wall eine bevorzugte Einkaufs- und Geschäftsstraße in der Hamburger Innenstadt. In den 1930er-Jahren gab es dort über 40 Geschäfte, Firmensitze und Banken mit jüdischen Inhabern. Sie blieben auch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, in der Hoffnung, dass die neue Regierung sich nach dem rüden Antisemitismus der ersten Monate und dem „Judenboykott“ vom 1. April 1933 mäßigen werde. Aber die teils seit Jahrzehnten am Neuen Wall ansässigen Unternehmen wie das Damenmodegeschäft Gebr. Hirschfeld, das Hutgeschäft Hammerschlag, der Optiker Campbell & Co., der Fotograf Max Halberstadt, das Bankhaus Philipson & Wolff – sie alle konnten Druck und Entrechtung durch das NS-Regimes am Ende nicht standhalten.
Das Buch ist Teil eines multimedialen erinnerungskulturellen Projektes der Evangelischen Akademie der Nordkirche zum Thema "Arisierung" am Neuen Wall.
Cord Aschenbrenner lebt in Hamburg, er ist Historiker und Journalist. Recherche- und Reportagereisen haben ihn nach Osteuropa, Russland, in den Nahen Osten und in afrikanische Länder geführt. Er ist Autor der Süddeutschen Zeitung, hat für die Neue Zürcher Zeitung und SPIEGEL Geschichte geschrieben. Mit der NS-Zeit und dem Zweiten Weltkrieg hat sich Aschenbrenner in vielen Artikeln und Rezensionen historischer Bücher beschäftigt. 2015 veröffentlichte er „Das evangelische Pfarrhaus. 300 Jahre Glaube, Geist und Macht: Eine Familiengeschichte“. Für das Buch erhielt er 2017 den Georg-Dehio-Preis.
Moderation: Kai Voigtländer
Mittwoch, 21.05.2025, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Buchhandlung Christiansen
Karten & Reservierung ab sofort bei uns unter info@buchhandlung-christiansen.de, telefonisch unter 040/ 39 02 072 oder direkt in der Buchhandlung.
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: € 14,-
© Portraitfoto Aschenbrenner: Viola Engel
© Portraitfoto Voigtländer: Ines Marquet
Buchhandlung Christiansen
Bahrenfelder Str. 79
22765 Hamburg